Wie auch der Rest der Welt, verändert sich der Playboy. Im aktuellen US-Magazin präsentiert er zwar nackte Körper, jedoch nicht mehr lasziv und – wie es manche sehen – in fragwürdigen Posen.

Die neue Redaktion, verjüngt und mit 60% Frauenanteil überwiegend weiblich, setzt im US-Playboy ein Konzept für die gebildete und kritische Männerschicht um. Bereits im Titelbild: Unterwasserwelten und bunte Hautfarben. Gekannte Grenzen der Geschlechter verschwimmen; The Gender-Issue.
Die Redaktion erfindet das Männermagazin neu – für Männer, die sich neu erfinden.

Wie Marilyn Monroe den Playboy zum Erfolg führte

1953 startete der Playboy mit Marilyn Monroe einen ungekannten Tabubruch. Ungewohnt präsentiert sich der Superstar dem noch prüden Männerpublikum, das nackte Haut und üppige Frauenkörper nur aus dem ehelichen Schlafzimmer oder dem berühmten „Blick durch das Schlüsselloch“ kennt. Marilyn Monroe ließ die Fotos, so ist es überliefert, zu einer Zeit anfertigen, in der sie noch nahezu mittellos war. Das Honorar steckte sie in die Miete ihrer Wohnung. Mit einer publikumsstarken Veröffentlichung, wie sie später im Playboy stattfand, rechnete Monroe freilich nicht. Hugh Hefner kaufte die Bilder und begründete damit sein Magazin und seine letzte Ruhestätte auf einem Friedhof in Los Angeles wählte er gleich neben Monroe.

Die Neujahrsausgabe von 1979 ist eine der Originalausgaben, die wir im Online Antiquariat für Sie vorrätig haben.

So kann man sagen, dass vielleicht nur durch Marilyn Monroe ein Durchbruch des Playboy überhaupt möglich war. Für die künftigen Männergenerationen ist bis in die 1990er Jahre mit dem Playboy auch das Gefühl von Freiheit und Selbstbestimmung verbunden. Im Westen ermöglicht es die Emanzipation aus der prüden, kirchlichen Zurückhaltung. Ob Hefner dadurch zum Feministen wird, wie er sich gern selbst bezeichnete, brachte ihm jedoch regelmäßig Kritik ein.

Ein Playboy als Geburtstagsgeschenk?

Zusammen mit Magazinen wie dem Playboy, die heute fast vollständig durch erotische Internet-Angebote ersetzt sind (deren Auflage erinnert kaum mehr an die frühen Jahre), formierte sich die Entwicklung einer unabhängigen Identität, die selbstbewusste Lust und Spaß am Sex vermittelte.
Damit, findet unsere Autorin, lässt sich eine Geburtstagsausgabe des Playboy – zum 40. Geburtstag mit einer Ausgabe aus 1979 – als persönliches Geschenk guten Gewissens auswählen. Auch viele andere Zeitungen und Magazine befinden sich in unserem Archiv, aus denen Sie die passende Geburtstagszeitung auswählen können.

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